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News-Ticker

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Wer sich bewegt bleibt länger gesund

Regelmäßige Bewegung im Alltag trägt nachweislich zur Gesundheit im Alter und einem verbesserten körperlichen und geistigen Wohlbefinden bei. Sie trainiert das Gleichgewicht, die Koordination und fördert die Beweglichkeit. Durch gezielte Bewegung im Alter lassen sich Alltagskompetenzen aufrechterhalten, die ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben ermöglichen und damit das Lebensgefühl verbessern. Diesen Tatsachen auf den Grund gingen vor kurzem die Teilnehmerinnen des Fachvortrags von Holger Jobst, Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen und Physiotherapeut in der örtlichen Praxis „PhysioLogisch“. Andrea May vom Vorstandsteam der Frauengemeinschaft St. Wolfgang hieß dazu alle 29 Anwesenden im Pfarrheim St. Wolfgang willkommen. Seine theoretischen Ausführungen unterstützte er mit anschaulichen Übungen.

„Es ist nie zu spät, um mit der Bewegung zu beginnen“, so der Referent eingangs. Bewegung im Alter ist essenziell für den Erhalt von Selbständigkeit, Muskelkraft und Lebensqualität. Empfohlen werden wöchentlich 150 Minuten moderate Aktivität (z. B. zügiges Gehen) oder 75 Minuten intensiveres Training. Idealerweise kombiniert man das Ausdauertraining mit Kraft- und Gleichgewichtsübungen, um Stürze zu vermeiden. Geeignet dafür sind Spazierengehen, Nordic Walking, Schwimmen, Radfahren, gezieltes Training oder auch Gartenarbeit. „Eine moderate Anstrengungen dabei ist ideal“, so Jobst.

Mindestens an zwei bis drei Tagen pro Woche solle man Muskelaufbau (z. B. Sesselgymnastik, Kniebeugen usw.) und Gleichgewichtsübungen durchführen. Regelmäßige kleine Bewegungen im Alltag haben einen großen Einfluss auf das Wohlbefinden, den Stoffwechsel, das Körpergewicht sowie die Mobilität. Sie stärken Herz und Kreislauf, lösen Verspannungen und erhöhen die Fitness, ohne dass ein strukturiertes Training erforderlich ist. Alltagsbewegungen sind z. B. Treppen ohne Aufzug, kürzere Wege zu Fuß statt mit dem Auto erledigen, beim Zähneputzen auf einem Bein stehen, beim Telefonieren aufstehen und gehen, Beinvenenpumpe im Sitzen oder Tracker nutzen, um die täglichen Schritte zu steigern.

Ausdauersport wie Wandern, Radfahren oder Schwimmen senkt den Blutdruck und mindert das Risiko für Schlaganfälle. Regelmäßige Bewegung senkt den Blutzuckerspiegel und hilft, den Langzeitblutzucker zu verbessern (besonders bei Typ-2-Diabetes). Krafttraining stärkt Knochen und Gelenke, wirkt Osteoporose entgegen und erhält die Muskelmasse. Übungen für das Gleichgewicht reduzieren das Sturzrisiko erheblich und vermeiden so schwere Verletzungen.

„Körperliche Aktivität wirkt wie ein ‚Dünger‘ für das Gehirn und beeinflusst dessen Gesundheit langfristig“, wusste der Fachmann zu sagen. Zudem werde die Gedächtnisleistung gefördert, das Risiko für Demenz gesenkt, die Stimmung verbessert und Depressionen entgegengewirkt. Psychosozial gesehen wirken Sport und Bewegung in der Gruppe (Aktivitäten wie Tanzen, Gymnastikgruppen oder Wandertreffs) Einsamkeit im Alter entgegen. Möglichkeiten, „aktiv“ zu werden, bieten Reha-Sport, Damen- und Seniorengymnastik im Verein oder VHS, Webseiten/Broschüren der Krankenkassen, Wander- und Nordic-Walking-Gruppen, Fachliteratur sowie die Apotheken-Umschau.

„Wer sich bewegt, bleibt länger gesund“ – diese Tatsache war allen Zuhörern am Ende des Vortrags deutlich bewusst. Andrea Altmann dankte dem Referenten mit einem Präsent. Im Anschluss waren alle noch zu Kaffee und Kuchen eingeladen.    (Bericht und Bild: Pfeffer)

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Veröffentlichung

Di, 05. Mai 2026

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