Traditionsgemäß gingen auch in der Pfarrei Haibühl an den Tagen vor dem 6. Januar insgesamt fünf Sternsinger-Gruppen, verkleidet als Heilige-Drei-Könige, von Haus zu Haus, um Spenden für Kinder in Not zu sammeln und den Segen Gottes in die Häuser zu bringen. Auch eine Erwachsenen-Sternsingergruppe, bestehend aus den drei Pfarrsekretärinnen aus Haibühl, Rimbach und Bad Kötzting, war dabei. Mit enormem Zeitaufwand gingen die Kinder zu vielen Haushalten in den drei Ortschaften Arrach, Haibühl und Ottenzell, um Spenden für das Kindermissionswerk Aachen zu sammeln, das Kinderhilfsprojekte weltweit unterstützt. Die diesjährige Sternsingeraktion stand unter dem Motto „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“. Beim feierlichen Rückkehr-Gottesdienst am Dreikönigstag, zelebriert von Pfarrer Johann Wutz, wurde das hervorragende Sammelergebnis von 3 350 Euro verkündet. Feierlich zogen die anwesenden 13 Sternsinger mit dem liturgischen Dienst unter tönendem Orgelspiel in die Kirche ein. In der Predigt würdigte Gemeindereferent Tobias Krenn das Engagement der Kinder. Mit Blick auf das Projektland Bangladesch, wo Kinder aus armen Familien arbeiten und Geld verdienen müssen, statt zur Schule gehen zu dürfen, meinte er: „Ihr habt durch euren Dienst die Welt bereits ein Stückchen besser gemacht und dafür gesorgt, dass die Kinder eine Zukunft haben und zu Menschen heranwachsen können, die vielleicht selbst einmal ein kleines Stück der Welt zum Besseren verändern“, so Krenn.
Engagiert gestalteten die festlich und farbenfroh gekleideten Sterndeuter die Messfeier mit, übernahmen Ministrantendienste, sprachen die Kyrierufe und trugen die Fürbitten vor. Als Lektoren ließen sich Margit Schmid und Gabriele Huber in die Pflicht nehmen. Den Volksgesang begleitete Kirchenmusiker Ewald Pirtzl auf der Orgel. Ein besonderer Dank des Pfarrers richtete sich an die Familie Thomas Haselsteiner (Haibühl) für die Organisation und Begleitung sowie an die Familie Thomas Völkl (Ottenzell) für die neuen Sterne. Oberministrantin Romy Haselsteiner dankte allen für den freundlichen Empfang und die großzügigen Spenden. Neben dem Projektland Bangladesch werden auch wieder die bekannten Missionare Abbe Felix aus Burkina Faso und Bischof Tesfaselassi Medin aus Äthiopien mit ihren Hilfsprojekten unterstützt. „Insgesamt können wir in diesem Jahr 3 350 Euro an Spenden weitergeben, um die Dunkelheit in der Welt ein kleines bisschen heller zu machen“, verkündete Haselsteiner. Das Sammelergebnis ist damit das Beste der letzten Jahre. Am Ende des Gottesdienstes bedankte sich auch Pfarrer Johann Wutz herzlich und gerührt bei den Kindern und Jugendlichen, die einen Teil ihrer Ferien geopfert hätten um sich solidarisch zu zeigen und für Kinder in Not Spenden zu sammeln. Auch würdigte er die große Mithilfe und Unterstützung, die von Seiten der Erwachsenen gekommen war.
Es folgte die traditionelle Segnung von Wasser, Salz, Kreide und Weihrauch. Wutz besprengte anschließend auch die Gläubigen mit Dreikönigswasser. So mancher Gottesdienstbesucher folgte dem alten Brauch und nahm sich gesegnetes Wasser in Flaschen mit nach Hause, um damit Haus, Tiere und Güter zu segnen. Und auch, wenn die fünf Sternsinger-Gruppen nicht in jedes Haus gekommen sind, so gilt der Segen für alle Menschen der Pfarrgemeinde. Wer nicht angetroffen wurde und noch spenden möchte, kann dies in den nächsten Tagen in der Sakristei oder im Pfarrbüro tun. Türaufkleber liegen in der Pfarrkirche zum Mitnehmen bereit. (Bericht und Bild: Pfeffer)