Im Laufschritt gegen Krebs
Unter dem Motto „Gemeinsam laufen. Gemeinsam helfen.“ fand am vergangenen Sonntag ein
Spendenlauf zugunsten der Kinderkrebshilfe Cham statt. Ziel war es, auf das Schicksal schwerkranker
Kinder aufmerksam zu machen und durch die gesammelten Spenden die Erforschung neuer
Therapien in der Kinderonkologie und anderer seltener, bösartiger Krankheiten bei Kindern zu
unterstützen. Die Resonanz war überwältigend, denn es fanden sich 250 Kinder, Erwachsene und
Senioren im Arracher Seepark ein, um mit ihrer Teilnahme ein Zeichen der Solidarität und
Hilfsbereitschaft zu setzen. Als Veranstalter traten erstmals die Ministranten der
Pfarreiengemeinschaft Haibühl-Hohenwarth in Erscheinung, die natürlich mit gutem Beispiel
vorangingen und den Lauf zusammen mit Pfarrer Johann Wutz teilnehmerstark eröffneten.
Laufen, gehen, walken, schlendern, alles war erlaubt auf der 470 Meter-Strecke Seeumrundung. Jeder
konnte sich im Rahmen seiner Möglichkeiten vorwärtsbewegen und Kilometer sammeln. Erwünscht
und willkommen waren alle Altersgruppen, ob jung oder alt, ob Läufer oder Fußgänger, ob
Sportskanone oder Couchpotato. Und so stellte sich auch das Feld der bunt durcheinander
wirbelnden Teilnehmer rund um den Badesee dar. Die Startgebühr erfolgte auf Spendenbasis.
Ausgestattet mit Startnummern, in Sport- oder Alltagskleidung, mit Kinderwagen, Walkingstöcken,
Rollator und sogar Krücken warteten die meist Zweibeinigen, aber auch so manche vierbeinigen
Sportbegeisterten auf ihren großen Einsatz. Neben mehreren weltlichen Dorfvereinen mischten sich
auch Ministrantengruppen der Nachbarpfarreien (z. B. Neukirchen-Eschlkam), die beiden
Grundschulen Arrach-Haibühl und Hohenwarth (mit ihren beiden Schulleiterinnen), Gemeinderat,
Pfarrgemeinderat, Kirchenverwaltung, Frauengemeinschaft und viele Einzelstarter unters Geschehen.
Zu den Promis gehörte auch Albert Kuchler, DSV-Langläufer und Olympia-Teilnehmer aus Lam.
Die Begrüßung oblag Gemeindereferent Tobias Krenn, der auch Pfarrer Johann Wutz und
Bürgermeister Gerhard Mühlbauer als Läufer willkommen heißen konnte. Nachdem Krenn den
Startschuss gegeben hatte, setzte sich der farbenprächtige Tross (allen voran die veranstaltende
Ministrantenschar mit Pfarrer Johann Wutz an der Spitze) in Bewegung. Jeder konnte entscheiden,
wie lange er dabei blieb, wieviele Runden er auf seinem Rundenzählband sammelte und ob bzw. wie
oft er eine Pause einlegte. Für Abwechslung dazwischen sorgten freiwillige Spaßstationen im
Streckenverlauf wie Seifenblasenstation, Selfie-Bereich, Krachmacher-Station zum Anfeuern und ein
Slalomparcours für die Unersättlichen. Selbst eine digitale Geschwindigkeitsmessung war an einer
Stelle aufgebaut.
Während manche sich sportlich schier verausgabten, was an den schweißgetränkten T-Shirts zu
erkennen war, spazierten andere fröhlich plaudernd und wohlgemut rund um den See. Gerne
gesehen waren aber auch all jene, die lediglich als Zuschauer oder zum Anfeuern gekommen waren.
Die fleißigen Helfer versorgten alle Gäste mit Kaffee, Kuchen, Wurstsemmeln und kühlen Getränken.
Neben den Startgeldern gehen auch diese Einnahmen in den Spendentopf zugunsten der Krebshilfe.
Mit der Summe von 150 Euro sponsorte auch der Landkreis diese Veranstaltung.
Nach zwei Stunden wurde das offizielle Ende des Laufes eingeläutet. Nun gilt es, die Ergebnisse
auszuwerten. Der Gesamterlös, der nicht niedrig sein dürfte, und die erlaufenen Kilometer werden in
Bälde bei einem Gottesdienst bekanntgeben. Eine hervorragende Arbeit leistete das Orga-Team mit
Ramona und Matthias Baumann (Lauf) sowie Linda Haselsteiner, Simone Lemberger und Stefanie
Pfeffer (Verpflegung). Edeka Lemberger und Marias Rewe spendeten das Obst. Der Spendenlauf
zeigte eindrucksvoll, wie viel durch gemeinschaftliches Engagement erreicht werden kann. Die
Ministranten danken allen Läuferinnen und Läufern, Sponsoren und Helfern, die mit ihrem Einsatz ein
Zeichen der Verbundenheit gesetzt haben. (krp)
Bildunterschriften:
Eine große Gruppe waren die Nachbar-Ministranten aus Neukirchen-Eschlkam.
Sportlich zeigte sich auch die Frauengemeinschaft St. Wolfgang Haibühl.
Auf die Plätze – fertig – los! Mit dem Pfarrer an der Spitze wurde es ein guter Lauf.
Rasend schnell setzte sich nach dem Startschuss das Teilnehmerfeld in Bewegung.
Wagemutig stellte sich Bürgermeister Gerhard Mühlbauer der Geschwindigkeitsmessung.
An der „Krachmacher-Station“ trommelte Kirchenpfleger Franz Wellisch zum Anfeuern für die
vorbeikommenden Läufer und Fußgänger.
Eine kleine Pause zwischendurch zum Auftanken der verbrauchten Kraftreserven musste auch mal
sein.
Der idyllische Badesee war ein überaus passender Wettkampfort.
Groß und Klein hatte Spaß am Lauf. Dabeisein ist alles, lautete die Devise.
Prominenter Läufer war Ausnahmesportler Albert Kuchler aus Lam.
Auch für die Verpflegung der Teilnehmer und Gäste war bestens gesorgt.
An dieser Station wurden die Runden gezählt und per Strichcode auf dem Armband festgehalten.
Eine kleine Erfrischung zwischendurch stärkte die müden Glieder der Sportler und gab Power. (Bericht und Bilder: Pfeffer)
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