Tradition der Reiterwallfahrt flammte wieder auf
Nicht nur ein Zeichen der Gemeinschaft, sondern auch ein religiöses Zeichen: Es war ein beeindruckendes Bild, als am vergangenen Samstag 94 prächtig herausgeputzte Rösser mit ihren stolzen Besitzern den Kreuzweg zum Kolmstein hinaufritten, angeführt von Kreuzträgerin Rita Feil. 2007, also genau 19 Jahre ist es her, dass diese Reiterwallfahrt, damals viele Jahre durchgeführt vom Reit- und Fahrverein Haibühl-Arrach um den damaligen Vorsitzenden Xaver Feil aus Hinterhaibühl (+2009), stattfand. Es hatten sich auch eine große Anzahl von Zuschauern eingefunden, die das Geschehen aufmerksam verfolgten.
Dieses schöne Brauchtum wollte der noch junge Verein „d’Osser Rosserer“ nicht ganz in Vergessenheit geraten lassen und fasste für dieses Jahr ein Widerbelebung ins Auge – ein Ansinnen, dass sich als sehr erfolgreich herausstellte. Kurz vorher hatten die Rosserer noch ein neues Tragekreuz machen und weihen lassen. Die Hauptorganisation lag in den bewährten Händen des Vorsitzenden Matthias Irrgang. Seine Einladung blieb nicht ungehört und so beteiligten sich fast 100 Pferdefreunde an dem Ritt. Diese waren hauptsächlich aus dem näheren Umkreis des Lamer Winkels, aber auch aus Bad Kötzting, Arnbruck, Regen oder gar Ruhmannsfelden gekommen, um dieses denkwürdige Ereignis nicht zu versäumen. Dicht bevölkert nahmen sie rund um die Pfarrkirche auf dem Parkplatz und der angrenzenden Wiese Aufstellung, als Pfarrer Johann Wutz in der Wallfahrtskirche mit den anwesenden Kirchbesuchern die heilige Messe zelebrierte.
Nach der Messfeier erfolgte mit einer kleinen Segensandacht die Pferde- und Brotsegnung, gestaltet vom Haibühler Pfarrer mit Unterstützung von Gemeindereferent Tobias Krenn. Pferde seien wunderbare Wesen, meinte der Priester. „Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde“, zitierte er ein bekanntes Sprichwort, das ausdrückt, dass das Reiten und der enge Umgang mit den Pferden ein tiefes Gefühl von Freiheit, Freude und innerem Frieden schenken kann. Jeder Reiter sorge sich um das Wohlergehen der Pferde, meinte Wutz, der als „Unterstützung“ um die Fürsprache der heiligen Leonhard und Wendelin ersuchte, damit die Pferde vor Krankheit und Gefahr und allen sonstigen schädlichen Einflüssen verschont werden mögen. In den Fürbitten bat Krenn, dass die Menschen die Pferde als ihre Mitgeschöpfe achten mögen und die Tiere vor Krankheit und Seuchen bewahrt seien.
Mit Weihwasser ging Pfarrer Wutz durch die Reihen und besprengte Ross und Reiter mit Weihwasser. Matthias Irrgang dankte allen für die Teilnahme und das disziplinierte Verhalten. Er lud ein zu den Zugpferdetagen der „Osser-Rosserer“ am kommenden Wochenende und stellte eine Wiederholung des Kolmsteiner Rittes im nächsten Jahr im September in Aussicht. Gleichzeitig lud er ein zum abendlichen Treffen im Gasthaus Meindl, bei dem alle Pferdefreunde und Teilnehmer des heutigen Rittes willkommen sind. (Bericht und Bild: Pfeffer)
Weitere Informationen
Veröffentlichung
Bild zur Meldung
Weitere Meldungen

Mara Sofie in die Gemeinschaft der Heiligen aufgenommen
Sa, 10. Oktober 2026

Lio Kroner wurde getauft
Sa, 03. Oktober 2026