Ein Garten für die Sinne
Mit einem vollbesetzten Bus startete die Frauengemeinschaft St. Wolfgang zu ihrer alljährlichen Muttertagsfahrt. Wie immer lüftete Vorsitzende Maria Reiner erst bei Fahrtantritt das Geheimnis des diesjährigen Zieles. Bei strahlendem Sonnenschein ging es nach Schwarzach in den Landgarten von Thomas Prommersberger und Ulrich Maucher. Der Garten fügt sich schön in die Landschaft des Vorderen Bayerischen Waldes ein. Mit von der Partie waren natürlich auch Pfarrer Johann Wutz und Gemeindereferent Tobias Krenn. Nach der herzlichen Begrüßung der beiden „Männer mit dem grünen Daumen“ ging es gleich los zur Gartenführung. Der Garten ist ihr Leben. Thomas Prommersberger erklärte auf einem Spaziergang durch das 4 500 Quadratmeter große Areal, das sich durch Liebe zur Handarbeit und Natürlichkeit auszeichnet, die außergewöhnliche Pflanzenvielfalt und gab immer wieder Ein- und Ausblicke auf Blumen-Kompositionen sowie Keramikkunst. Schwerpunkt sind Gemüse, Sommerblumen und ein Sortiment aus 600 Dahlien. Der Garten hat zu jeder Jahreszeit einen ganz besonderen Charme. Viele Blumenbeete, Gräser und Sträucher säumten den Weg und zu jeder Jahreszeit blüht etwas. Es folgten wissenswerte Informationen über Bio-Bewirtschaftung, Wasserversorgung durch hauseigene Quelle, Vor- und Nachteile von Gewächshäusern und Folientunnel. Die besondere Liebe von Thomas Prommersberger gilt jedoch den Dahlen, von denen er rund 600 Sorten vorweisen kann. Sie sind in alphabethischer Reihenfolge angeordnet. Ihre Blütenvielfalt kann jedoch erst später bestaunt werden, denn die prachtvollste Zeit für üppigem Bewuchs in diesem Gartenparadies ist erst im Spätsommer bzw. Herbst. Die Gartenanlage wird aufgelockert durch einen Teich, Obstbäume und verschiedenste Kunstwerke. Zum Haushalt gehören auch ein paar Hühner, die tatkräftig bei der Schädlingsbekämpfung helfen. Das ehemalige Gutshaus aus dem 17. Jahrhundert haben die beiden Gartenliebhaber 1999 in ruinösem Zustand übernommen und seitdem richten sie es beständig (ohne Hilfe und in unzähligen Arbeitsstunden) liebevoll her. Aus der Ruine wurde ein Paradies. Mittlerweile ist es eine gemütliche Wohnstätte mit Café und einem Seminarraum im Obergeschoss geworden, von dem man einen schönen Blick über den Garten hat. Ein Anbau im japanischen Stil schließt sich an und dieser wird sicher nicht das letzte Projekt der beiden fleißigen Arbeiter sein. Dann ließen sich die Damen und die drei Herren den mitgebrachten Kuchen nebst Kaffee und Kräuterwasserl schmecken. Beim Erkundungsgang über das Gelände und Wohnhaus wechselte auch das eine oder andere Pflänzchen den Besitzer.
Gut gestärkt und mit vielen Eindrücken und Gartentipps für den heimischen Garten nahm man Abschied und machte sich auf den Weg zur Wallfahrtskirche Maria Dolorosa in Weißenberg mit ihrem wundertätigen Gnadenbild. Der Grundstein für die spätbarocke Kirche wurde bereits 1748 gelegt. Zahlreiche Votivtafeln zeugen von den erbrachten Wundern. Im Anschluss an die gemeinsame feierliche Maiandacht, die im Zeichen des Friedens stand, ging es dann weiter zum Traditionsgasthof Lindner nach Bad Kötzting, wo man bei einer Einkehr den Tag beschloss. (Bericht und Bilder: Greil)
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